Bambinis beim GASAG 1. Brauns Rookies Cup

Vier Wochen nach dem U8-Turnier waren die jungen Indianer am vergangenen Wochenende wieder im Wellblechpalast bei den Eisbären Berlin zu Gast. Diesmal spielten Jungs bis Geburtsjahr 2008 und die Mädchen bis 2007. Das Turnier trug den Namen 1. GASAG U9 TURNIER 2017 um den 1. Brauns Rookies Cup. Die teilnehmende Mannschaften neben den Young Indians waren die Gastgeber Eisbären Berlin mit traditionell zwei Mannschaften, die diesmal auf die Namen Viehte und Knut hörten, deren Nachbarn FASS Berlin, die Krefelder Pinguine aus dem Westen, die Kasseler Young Huskies, die Oberfranken aus Selb und unsere Nachbarn die Wolfsburger Young Grizzlys aus dem Norden.

Gespielt wurde in einer einfachen Vorrunde, einer Hauptrunde und anschliessend in Platzierungsspielen. Das Turnier lief über zwei Tage mit den ersten sechs Spielen am Samstag.

Die Durchführungsbestimmungen hatten einige Änderungen erfahren. So waren die Spielerreihen der Stärke nach aufzuteilen, diese waren auch in einer festen Reihenfolge zu wechseln. Das vereinfachte die Zusammenstellung und schob den direkten Vergleich der technischen Fähigkeiten der Kinder in den Vordergrund. Die taktischen Aspekte waren sehr eingeschränkt, aber das war gewollt. Des Weiteren betrug die Dauer jeder einzelnen Partie die langen 24 Minuten, was für unsere Bambinis eine kleine Herausforderung darstellen durfte.

Relativ neu war auch, dass es nach einem gefallenen Tor kein neues Anspiel erfolgte. Das Spiel lief direkt weiter. Dies sollte die Reaktionsfähigkeit der Kinder fördern, sowie die effektive Eiszeit erhöhen.

Die Kaderliste beinhaltete 15 Spieler, davon 2 Goalies. Über das Netzwerk und Kontakte zu anderen Vereinen aus Hamburg, Braunlage und Halle wurden maximal zulässige vier Gastspieler eingeladen, darunter ein Mädchen. Insgesamt spielten 5 junge Damen im Indianer-Trikot. Das war mehr als alle anderen Mannschaften zusammen! Mehr noch: die erfahrene Maria Gänsslen wurde zum Tragen des wichtigen und respektierten Zeichens „C“ auf dem Trikot gewählt.

Mit dabei war diesmal ein Kameramann, der den Verlauf des sportlichen Ausflugs in die Hauptstadt dokumentierte.

Die Anreise erfolgte bereits am Freitag. Der Gastgeber hatte freundlicherweise unsere Spieler eingeladen, an deren Training teilzunehmen. Leider gelang es nur wenigen von uns aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens in und um Berlin und auf der A2. So wurde in den meisten Fällen nur die bereits von vor vier Wochen vertraute Kabine 3 bezogen.

Pünktlich zum Beginn des Turniers versammelten sich die Athleten in der Umkleide. Nach einer Aufwärmung an der frischen Luft und unter der aufsteigenden fast sommerlichen Sonne sind die Jungs und Mädels in die Ausrüstung gestiegen. Voller Entschlossenheit einen guten Einstieg in das Turnier zu erarbeiten, gingen die kleinen Indianer auf die eisige Spielfläche. Die gegnerische Mannschaft FASS Berlin hatte keine lange Anreise. Und trotzdem konnte sie nichts gegen die lauffreudigen Hannoveraner unternehmen. Der Anfang war perfekt.

Im Verlauf des ersten Tages standen insgesamt sechs Truppen gegenüber: FASS, Young Grizzlys, Krefeld, Selb und die beiden Gastgeberteams. Nur die erste Eisbärenauswahl und die Krefelder zeigten, was man mit viel Training und viel Eiszeit in diesem Alter erreichen kann. Dabei muss man sagen, dass die erste Reihe der Rothäutigen auch mit diesen großen Vereinen durchaus  mithalten konnte. Die Ergebnisse der beiden Partien hatte unsere Mannschaft nicht aus dem Schritt gebracht. Die Jungs und Mädels hatten ihre Chancen realistisch bewertet und sich auf die anderen Gegner konzentriert.

Die Oberfranken konnten nur knapp gewinnen, obwohl zu Mitte der Begegnung die Hannoveraner noch mit zwei Toren in der Führung lagen. Dann hatte sich die ungewöhnliche Spieldauer ausgewirkt, die Kräfte gingen aus, die Konzentration ließ nach und die Führung wurde nicht mehr gehalten.

Aus dem Kräftemessen mit der niedersächsischen Nachbarn und den zweiten Gastgebermannschaft wurden dagegen die vollen Punkte geholt. Damit war die Bilanz des ersten Tages sechs Punkte aus sechs Spielen. Auf der Haben-Seite landeten die Laufbereitschaft, eingespielte Reihen, starker Abschluss und solide Tormann-Linie, die sich in der Tordifferenz 16:9 (Pinguine und Eisbären I ausgenommen) auch quantitativ ausdrückten. Auf der Passiv-Seite gehörten die träge Abwehrarbeit, die viel freien Platz gelassen hatte, und die Ausdauer, die nicht für die gesamte 24 Minuten langte.

In der langen Pause wurde von dem Gastgeber eine weitere Neuheit angeboten: die Skills Challenge. Dabei wurden von jeder Mannschaft jeweils drei Spieler nominiert in drei Disziplinen gegen die anderen Teams antraten. Bei den Durchlaufen der Mannschaftskameraden feuerten die Indianer diese von der Bande an.

Der Sonntag begann mit dem vertrauten Ablauf: frische Luft, Sonne und aber einer kleinen Aussperrung am Hallenseitenausgang. Dann ging es wieder in das Equipment. Auf dem Programm stand das letzte Spiel der Vorrunde, ein Spiel der Hauptrunde und die Platzierungsspiele.

Die erste Begegnung hatte keine Turnierbedeutung. Es galt die Einstellung und Leistung vom Vortag wieder abzurufen. Leider gelang es nicht im vollen Umfang. Der Puck konnte noch zum und ins gegnerische Tor geführt werden. Aber die Kontrolle über die eigene Zone wurde aufgegeben, die Ecken dem Gegner überlassen, Rebounds nicht mehr zuverlässig weggeräumt.

Nach der Pause in der Kabine ging es wieder aufs Eis, wo die Eisbären II (Knut) auf uns warteten. Nach einem schnellen Gegentor hörte das Team nicht zu kämpfen auf und konnte knapp vor dem Abpfiff noch ausgleichen. Leider führte ein Fehler kurz darauf zu einem wirksamen Konter. Damit lag fest, dass es ohne Unterbrechung weiter ging.

Der Gegner hieß FASS Berlin und er kam frisch aus der Kabine. Die Befürchtung – die Frische wird  nicht mehr da sein – bestätigte sich leider. So konnte zwar die gegnerische Defensive vier Mal bezwungen werden. Aber in der eigenen Feldhälfte konnten nicht ernsthaft Parole geboten werden.

Es ist die bittere Tatsache im Eishockey: Spiele werden vorm gegnerischen Tor gewonnen, aber vorm eigenen verloren. Und in der Natur des Spielmodus Play-Off liegt es, dass es gleichgültig ist, wie man die Gruppen- oder Vorrunden beendet. In Play-Off ist alles offen: man kann beim Erfolg ganz oben spielen oder beim Misserfolg sich nur um Schadensbegrenzung kümmern.

In der Pause vor dem letzten Game besprach das Team eigenständig die Lage und beschloss das Zusammenspiel zu intensivieren, den Puck schnell zu bewegen um so die Gefahr vor dem eigenen Tor zu verschieben.

In der letzten Spielzeit ging es im Niedersachsen-Derby gegen den ebenfalls motivierten Gegner, die Nachwuchs-Braunbären aus der Autostadt Wolfsburg. Die Voraussetzungen waren perfekt für einen spannenden und knappen Kampf. Das Spiel war voll mit guten Aktionen und starken Goalie-Paraden. Die Grizzlys konnten mit perfekten Schüssen unter die Latte zwei Mal in die Führung gehen. Doch die Hamburg-Halle-Connection der Indianer sorgte beide Male für den zeitnahen Ausgleich. Nachdem die Uhr abgelaufen war und immer noch kein Sieger feststand, sollten die Penaltys für die notwendige Entscheidung sorgen. Die Fortuna lächelte schließlich unseren Opponenten zu.

In der Abschlussbesprechung in der Umkleide kamen anfänglich die Tränen, die nicht lange anhielten. Denn das letzte Spiel zeigte wieder, was dieses Team reißen kann. Trotz dem Ergebnis auf dem Papier war dies ein gutes Turnier. Die Mannschaft wuchs gut zusammen und belegte, dass sie sich auch mit knappen Eisstunden in der vergangenen Saison nicht verstecken braucht. Am Ende lobten die heranwachsenden Sportler die Leistung von einander mit einem Applaus.

Bei der Siegerehrung kam die feminine Seite der Mannschaft zur Erscheinung. Alle fünf jungen Damen erhielten als erste die Medaillen und posierten anschließend gern für die Fotografen. Auch die Jungs trugen ein breites Lächeln im Gesicht. Mit einem kleinen Lunchpaket ging es dann nachfolgend in die Heimat.

Wie jeder Wettbewerb war auch dieser keine Ausnahme. Es gibt reichlich Stoff für den Trainerstab zu analysieren und die Erkenntnisse in den Trainingsbetrieb einfließen zu lassen.

Es war ein typisch für die Eisbären wohl organisiertes Forum. Vielen Dank dafür. Die teilgenommenen Mannschaften verdienen eine große Portion Dankesworte für ihr faires Auftreten.

Das Team EC Hannover Young Indians bedankt sich bei den Gastspielern und wünscht viele Erfolge auf und neben dem Eis. Ein Riesendankeschön auch an unsere Eltern, die geduldig die beiden Tagen die Höhen und Tiefen von der Tribüne mitverfolgten. Ein Extra-Dank an die Mannschaftsleiterin Carmen und den Betreuer Karsten, sowie die Fotografin Steffi und den Kameramann Christian.

Mit diesem Bericht verabschiedet sich die Bambini-Mannschaft in die kurze Sommerpause. Bis bald!

 

Für den ENH spielten:
Tor: Thilo Wahle, Nikolai Spakowski
Feldspieler: Maria Gänsslen, Johanna Voith, Johanna Buchwald, Paula Grandl, Jonas Karch, Phillip Böttcher, Marven Rapp, Timo Knackstedt, Björn Schörnig, Ben Luca Steinke (Halle), Simon Bachmann (Braunlage), Merle Müller (HSV), Mika Rautenberg (HSV)

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